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Demokraten in Panik: Harris-Nominierung soll Biden retten!

Die demokratische Partei steht vor einer Zerreißprobe. Inmitten sinkender Umfragewerte für Präsident Joe Biden und wachsender Bedenken hinsichtlich seiner Wiederwahlfähigkeit zeichnet sich eine dramatische Wende ab. Führende Demokraten drängen darauf, die Nominierung von Vizepräsidentin Kamala Harris als Präsidentschaftskandidatin auf Anfang August vorzuziehen. Dieser ungewöhnliche Schritt, der in der modernen amerikanischen Politik ohne Präzedenzfall ist, unterstreicht die zunehmende Nervosität innerhalb der Partei.

Bidens Umfragewerte im freien Fall

Die jüngsten Umfragen zeichnen ein düsteres Bild für den amtierenden Präsidenten. Laut einer Gallup-Umfrage ist Bidens Zustimmungsrate auf 38 % gefallen, der niedrigste Wert seiner Amtszeit. Besonders alarmierend für die Demokraten: In den entscheidenden Swing States liegt Biden in hypothetischen Matchups gegen führende republikanische Kandidaten durchschnittlich 5 Prozentpunkte zurück. Diese Zahlen haben Panik in den Reihen der Demokraten ausgelöst, die befürchten, nicht nur das Weiße Haus, sondern auch ihre knappen Mehrheiten in Senat und Repräsentantenhaus zu verlieren.

Harris als Hoffnungsträgerin?

Die Strategen der Demokraten setzen nun ihre Hoffnungen auf Vizepräsidentin Kamala Harris. Mit 59 Jahren ist sie deutlich jünger als der 81-jährige Biden und könnte potenziell eine breitere Wählerschaft ansprechen. Eine interne Umfrage der Demokratischen Partei, die an die Presse durchgesickert ist, zeigt, dass Harris bei Wählern unter 45 Jahren eine um 12 Prozentpunkte höhere Zustimmungsrate genießt als Biden. Zudem hoffen die Demokraten, mit Harris die erste Frau und die erste Person of Color als Präsidentschaftskandidatin einer großen Partei aufzustellen, was die Basis mobilisieren könnte.

Rechtliche und politische Hürden

Der Plan, Harris‘ Nominierung vorzuziehen, ist jedoch mit erheblichen Herausforderungen verbunden. Die Parteistatuten der Demokraten sehen vor, dass der amtierende Präsident das Vorrecht auf die Nominierung hat. Eine Änderung dieser Regeln würde eine Zweidrittelmehrheit des Democratic National Committee (DNC) erfordern. Insider berichten von hitzigen Debatten innerhalb des DNC, wobei sich etwa 58 % der Mitglieder für eine Regeländerung aussprechen, noch nicht genug für die erforderliche Supermehrheit.

Bidens Lager in der Defensive

Das Weiße Haus reagiert mit Unverständnis auf die Gerüchte um eine vorgezogene Harris-Nominierung. Ein hochrangiger Berater Bidens, der anonym bleiben möchte, bezeichnet die Pläne als „Verrat an einem Präsidenten, der die Partei durch stürmische Zeiten geführt hat“. Biden selbst hat bisher öffentlich nicht auf die Spekulationen reagiert, was die Gerüchteküche weiter anheizt. Politische Beobachter sehen in seinem Schweigen ein mögliches Zeichen dafür, dass er ernsthaft über einen Rückzug nachdenkt.

Republikaner wittern Morgenluft

Die Unruhe im demokratischen Lager kommt den Republikanern gelegen. In einer Erklärung bezeichnete der Vorsitzende des Republican National Committee die Situation als „Beweis für das völlige Chaos in der demokratischen Partei“. Umfragen zeigen, dass 67 % der republikanischen Wähler die Demokraten als „zerrissen und führungslos“ wahrnehmen – ein Narrativ, das die GOP im Wahlkampf zweifellos ausnutzen wird.

Wirtschaftliche Faktoren als Triebfeder

Ein wesentlicher Faktor für die sinkenden Umfragewerte Bidens ist die wirtschaftliche Lage. Trotz sinkender Inflationsraten – aktuell bei 3,2 % – empfinden 61 % der Amerikaner die wirtschaftliche Situation als unbefriedigend. Die Demokraten hoffen, dass ein Wechsel zu Harris dieses Narrativ durchbrechen und den Fokus auf Zukunftsthemen wie Klimawandel und soziale Gerechtigkeit lenken könnte. Harris‘ Wirtschaftsplan, der massive Investitionen in grüne Technologien und Infrastruktur vorsieht, findet laut Umfragen bei 54 % der Wähler Zustimmung – deutlich mehr als Bidens aktuelle Politik.

Internationale Reaktionen

Die internationalen Reaktionen auf die mögliche vorgezogene Nominierung von Harris sind gemischt. Europäische Verbündete, die Biden als verlässlichen Partner schätzen, zeigen sich besorgt über einen möglichen Kurswechsel. Andererseits sehen viele Entwicklungsländer in Harris eine Chance für eine progressivere US-Außenpolitik. Eine Umfrage des Pew Research Centers in 14 Ländern zeigt, dass 52 % der Befragten Harris als potenziellen US-Präsidenten positiv bewerten, verglichen mit 47 % für Biden.

Der Weg nach vorn

Die kommenden Wochen werden entscheidend sein für die Zukunft der demokratischen Partei und möglicherweise für den Ausgang der Präsidentschaftswahlen 2024. Politische Analysten geben zu bedenken, dass ein erzwungener Wechsel von Biden zu Harris auch nach hinten losgehen könnte, indem er das Bild einer gespaltenen Partei verstärkt. Andererseits könnte ein gut gemanagter Übergang die Demokraten mit frischer Energie in den Wahlkampf führen.

Unabhängig vom Ausgang dieser internen Kämpfe steht fest: Die amerikanische Politik steht vor einem Wendepunkt. Die Entscheidung der Demokraten in den kommenden Wochen wird nicht nur über das Schicksal ihrer Partei, sondern möglicherweise über die Zukunft der amerikanischen Demokratie entscheiden. In einer Zeit globaler Unsicherheiten und innenpolitischer Spannungen wiegt jeder Schritt schwer. Die Welt blickt gespannt auf Washington, während sich dieses politische Drama entfaltet.

 

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